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RHC Uri verkürzt in der Serie – Hoffnung lebt weiter

Der RHC Uri hat an den letzten drei Wochenenden die ersten drei Spiele der Best-of-Five-Serie in den Playouts der NLB gegen den RCV White Sox bestritten. Nach zwei bitteren Niederlagen gelang den Zentralschweizern im dritten Spiel endlich der erste Sieg – und damit das wichtige Lebenszeichen in der Serie.

Im ersten Spiel vor heimischem Publikum starteten die jungen Urner verunsichert und fanden kaum ins Spiel. Vieles wirkte gehemmt, Torchancen blieben Mangelware. Zum Glück aus Sicht der Gastgeber stand es zur Pause lediglich 0:1 für das Team aus Vordemwald. Trainer Thomas Esco Gisler schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Nach dem Seitenwechsel trat Uri deutlich stabiler auf, erarbeitete sich mehrere hochkarätige Möglichkeiten – doch einmal mehr fehlte die Effizienz im Abschluss. In der 40. Minute folgte gar das 0:2. Routinier Adrian Briker brachte mit einem abgelenkten Schuss nochmals Hoffnung zurück. Auch eine Überzahlsituation nach einer blauen Karte konnte jedoch nicht genutzt werden – die erste Partie ging verloren.

Im zweiten Spiel in Vordemwald zeigte sich ein anderes Bild. Uri startete dominant, hatte mehr Ballbesitz und die besseren Chancen. Ein umstrittener Penalty in der 4. Minute brachte jedoch die 1:0-Führung für die Gastgeber und Unruhe ins Spiel der Urner. In der 17. Minute erhöhte Vordemwald auf 2:0. Doch erneut war es Adrian Briker, der in der 22. Minute den Anschluss erzielte. Nur zwei Minuten später glich Tim Aschwanden per direktem Freistoss zum 2:2 aus. Das Spiel war wieder offen. Wie schon in der ersten Partie erspielte sich Uri in der Folge zahlreiche Möglichkeiten, liess diese jedoch ungenutzt. Ein Gegentreffer «aus dem Nichts» besiegelte schliesslich die 2:3-Niederlage.

Damit stand Uri im dritten Spiel bereits mit dem Rücken zur Wand. Eine weitere Niederlage hätte das vorzeitige Serienende bedeutet. Entsprechend motiviert und konzentriert starteten die Zentralschweizer in die dritte Partie – erneut vor heimischem Publikum. Wieder hatte Uri mehr Ballbesitz, während Vordemwald vor allem punktuell gefährlich wurde. Schlussmann Ricardo Figueiredo zeigte mehrere starke Paraden und hielt sein Team im Spiel.

Erst in der 45. Minute fiel der lang ersehnte Führungstreffer: Marco Dubacher traf zum 1:0 – die erste Führung für Uri in dieser Serie. Doch die Freude währte nur kurz. Rund eine Minute später landete der Ball unglücklich im eigenen Tor zum 1:1-Ausgleich. Nach 50 Minuten stand kein Sieger fest, die Partie ging in die Verlängerung. Dort war es Tim Aschwanden, der in der 55. Minute einen Abpraller verwertete und zum viel umjubelten 2:1-Schlusstand traf.

Mit diesem Sieg verkürzt der RHC Uri in der Serie auf 1:2. Am 2. Mai reist das Team erneut nach Vordemwald – mit dem klaren Ziel, die Serie auszugleichen und ein entscheidendes fünftes Spiel zu erzwingen.

Bild: Jubel nach dem 1:0 Führungstreffer

Fotograf: Zgräggi Knipst